Thema 2017

Verantwortung

Die Bayreuther Dialoge 2017

Im aktuellen politischen Diskurs ist Verantwortung ein zentrales Thema. In Hinblick auf die Zukunft müssen wir uns ganz zwangsläufig mit ihrer Bedeutung auseinandersetzen. Wer trägt heutzutage die Verantwortung für unsere Umwelt, unsere Gesellschaft, für uns selbst als Bürger in einer sich ständig wandelnden Welt?

„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast“, schreibt Antoine de Saint-Exupery in seinem Werk Der kleine Prinz. Durch das mediale Informationsangebot sind wir heute vertraut mit Konflikten und Herausforderungen rund um die Welt. Auf diese Weise kommen uns nach Saint-Exupery vielfältige Verantwortungen zu. Doch wo beginnt Verantwortung, und wo endet sie? Wodurch ist sie begründet? Ist, wie der Schriftsteller Fjodor Dostojewski dachte, jeder für alles vor allen verantwortlich oder konzentriert sich Verantwortung doch auf die Entscheider, bei denen die Macht liegt? Dürfen wir Verantwortung immer einfordern? Kann es verantwortungslos werden, eben dies zu tun?

Forschung und Wissenschaft sind die wichtigsten Konstanten des Fortschritts. Doch wie lässt sich Verantwortung im Forschungsbetrieb implementieren? Was meinen wir überhaupt, wenn wir von verantwortungsvoller Forschung sprechen? Hat Forschung einen intrinsischen Wert oder müssen die positiven Folgen die Risiken aufwiegen?

Kein einzelner Mensch, keine einzelne Disziplin kann alle Fragen beantworten. Da sich gemeinsam jedoch Synergien nutzen lassen, bringen wir die Menschen und die Disziplinen zusammen. Die Philosophie kann den Begriff der Verantwortung klären und ihre Bedingungen untersuchen, während uns die Wirtschaft inspirierende Beispiele gelebter Verantwortung liefern kann – ebenso wie Fälle erschreckender Verantwortungslosigkeit. Der ambivalenten Beziehung zwischen wirtschaftlichem Handeln und Verantwortung wollen wir ebenso nachgehen wie der Rolle der Politik in einer zunehmend globalisierten Welt, in der Verantwortung paradoxerweise bei allen und niemandem zu liegen scheint. Behält also der Schriftsteller Izaak Walton Recht, wenn er schreibt: Was jedermanns Sache ist, ist niemandes Sache?

Diesen und vielen weiteren Fragen wollen wir gemeinsam auf den Bayreuther Dialogen 2017 nachgehen. Denn wenn wir nicht heute beginnen, kann es morgen zu spät sein. Deshalb wollen wir gemeinsam in einen Dialog treten, uns mit den Themen dieser Zeit konfrontieren.

Denn wo beginnt unsere Verantwortung?

Unsere Verantwortung beginnt heute. Sie beginnt dort, wo wir uns etwas vertraut machen. Kommunizieren. Uns auseinandersetzen. Sie beginnt im Dialog.

Wir müssen reden.

 

Lassen Sie uns die Lust auf Zukunft gemeinsam neu beleben, zusammen eintauchen in eine Fülle von Ideen, inspiriert werden durch außergewöhnliche Menschen. Wir laden Sie ein, Teil dieser einmaligen Konferenz zu werden und gemeinsam mit uns in einen Dialog zu treten.